Zitterpappel

Möchtest du einen Zitterpappel pflanzen? Hier findest du alle Informationen, die du benötigst, um den Zitterpappel am besten zu pflanzen, sowie zum Beschneiden und Pflegen deines Zitterpappel.

Allgemeine Merkmale eines Zitterpappel

Die Zitterpappel oder Espe verdankt ihren Namen dem raschelnden Geräusch, das ihre Blätter verursachen. Das liegt daran, dass der Blattstiel seitlich abgeflacht ist – quer zur Blattfläche. Schon bei leichtem Wind beginnen die Blätter zu zittern und zu rattern.
Während des Wachstums nimmt die Espe viele basische Mineralien wie Kalzium und Kalium auf. Dadurch sind ihre Blätter relativ basenreich und schnell abbaubar. Die Art gilt daher als „reichstreuige“ Baumart, die den Boden mit Nährstoffen versorgt und der Versauerung entgegenwirkt.
Zitterpappeln bieten die höchste assoziierte Biodiversität aller Pappelarten. Das Laub ist wichtige Nahrungsquelle für viele Tierarten. Der hohe pH-Wert der Rinde macht den Baum attraktiv für zahlreiche, oft seltene (Flechten-)Arten und Insekten. Die weiche Borke eignet sich gut als Nistbaum für Spechte und ist Nahrungsquelle für Biber.
Es gibt einige gallbildende Arten, die ausschließlich auf der Espe vorkommen, z. B. die Trilgallmücke (Diplosis tremulae) und die Populieren-Urnengallmücke (Harmandiola globuli).
Die Zitterpappel kann sich mit der Silberpappel kreuzen – die Kreuzung ist bekannt als Graupappel (Populus canescens).


Wie pflanzt man einen Zitterpappel

Wird meist als 1–3 m langer Steckling geliefert, der selbst Wurzeln schlägt. Möglichst tief (40–60 cm) in den Boden stecken, idealerweise bis zum Bodenwasser. Beste Pflanzzeit: Mitte Februar bis Ende März. Geringere Anwuchsrate im November/Dezember.

Wie erntet man einen Zitterpappel

Stecklinge von (Kopf)bäumen schneiden.

Wo wächst ein Zitterpappel

Kommt auf nährstoffarmen bis nährstoffreichen, mäßig trockenen bis nassen Böden vor. Beste Entwicklung auf feuchten, lehmigen, fruchtbaren Böden. Auch auf magerem Sandboden noch gute Entwicklung möglich. Nasslehm- und Moorböden sind ungeeignet wegen Sauerstoffmangel für die Wurzeln.


Allgemein

Ursprung
Heimisch
Baumtyp Laubbaum

Länge und Alter

Länge in etwa 10 Jahren 10 bis zu 12 Meter
Fortpflanzungsreife in wie vielen Jahren 12 bis zu 15 Jahr
Maximales Alter 60 bis zu 100 Jahr
Benötigter Platz bis zu m2
Wachstumsrate

Vermehrung

Baum ist selbstbestäubend Nein
Vermehrungsmethode
Bildet Schösslinge
Bildet Sämlinge
Fortpflanzungsgeschwindigkeit

Fortpflanzungsgeschwindigkeit

1. Sehr niedrige Fortpflanzungsrate. Die Pflanze verbreitet sich kaum, hat wenige Samen oder vegetative Verbreitung (z.B. Bäume mit schweren Samen).
2. Niedrige Fortpflanzungsrate. Verbreitung durch begrenzte Samenproduktion oder spezifische Bedingungen erforderlich
3. Mittlere Fortpflanzungsrate. Regelmäßige Verbreitung, abhängig von Wind, Wasser oder Tieren, mit mäßiger Geschwindigkeit (z.B. Löwenzahn).
4. Hohe Fortpflanzungsrate. Viele Samen und mehrere Verbreitungsstrategien (Wind, Vögel, vegetativ). Kolonisiert schnell offene Flächen
5. Sehr hohe Fortpflanzungsrate. Invasive Arten, die sich explosionsartig über große Entfernungen ausbreiten (z.B. Japanischer Staudenknöterich).

Schnittperiode

Dieser Baum ist immergrün Nein
Sommer Kein Schnitt im Sommer
Winter Oktober tot Februar
Blattformen Eiförmig
Leicht zu schneiden Nein

Rindenmerkmale Sämling (50-200cm)

Lenticellen Ja
Kleur

Knospenmerkmale Sämling (50-200cm)

Farbe
Knospenstellung
Wechselständig
Knospenform
Spitz

Sonstiges

Wurzel
Flachwurzelnd
Blüte
Heeft katjes
Windempfindlichkeit Nicht windempfindlich

Krankheiten

Empfindlich gegenüber den folgenden Krankheiten Informationen nicht verfügbar

Ernte/Erkennung im Winter

Die junge Rinde ist glatt und gelbbraun mit großen, rautenförmigen Lentizellen. Mit dem Alter wird die Borke längsgefurcht und dunkelgrau oder in manchen Fällen weiß. Junge Triebe sind kupferbraun, bis Mai rötlich, rund und unbehaart. Die zugespitzten, fast kahlen Knospen sind gelb- bis dunkelbraun und leicht klebrig.

Lichtbedarf des Zitterpappel

Der Zitterpappel gedeiht am besten unter diesen Lichtverhältnissen.
  • Volle Sonne
  • Halbschatten

  • Geeignete Bodentypen für den Zitterpappel

    In dieser Übersicht findest du, in welchen Bodentypen der Zitterpappel am besten wächst.
    Bodenart Eignung
    Lockerer Ton
    Dichter Ton
    Sand
    Torf
    Löss
    Moorig auf Sand
    Lockerer Schluff
    Dichter Schluff

    Feuchtigkeit

    Ein (Grund)Wasserstand gibt an, wie tief das Grundwasser normalerweise unter der Oberfläche liegt. Je höher die römische Zahl, desto tiefer liegt das Grundwasser.
    I
    II
    III
    IV
    V
    VI
    VII
    VIII

    Geeigneter Säuregrad für den Zitterpappel

    Jeder Bodentyp hat einen bestimmten Säuregrad, gemessen in pH-Werten. Den Zitterpappel kannst du in einem Boden pflanzen, der in diesen Bereich fällt:
    0.0
    0.5
    1.0
    1.5
    2.0
    2.5
    3.0
    3.5
    4.0
    4.5
    5.0
    5.5
    6.0
    6.5
    7.0
    7.5
    8.0
    8.5
    9.0

    Nährstoffbedarf des Zitterpappel

    Einige Bodentypen bieten mehr Nährstoffreichtum als andere.
    1.0
    1.5
    2.0
    2.5
    3.0
    3.5
    4.0
    4.5
    5.0
    5.5
    6.0
    6.5
    7.0
    7.5
    8.0
    8.5
    9.0
    1. Sehr nährstoffarmer Boden
    2. Sehr nährstoffarmer bis nährstoffarmer Boden
    3. Nährstoffarmer Boden
    4. Nährstoffarmer bis mäßig nährstoffreicher Boden
    5. Mäßig nährstoffreicher Boden
    6. Mäßig nährstoffreicher bis nährstoffreicher Boden
    7. Nährstoffreicher Boden
    8. Ausgesprochen nährstoffreicher Boden
    9. Sehr ausgesprochen nährstoffreicher Boden

    Feuchtigkeit

    Steht Zitterpappel gerne mit seinen Wurzeln in extrem trockenen (1.0) oder nassen (9.0) Böden?
    1.0
    1.5
    2.0
    2.5
    3.0
    3.5
    4.0
    4.5
    5.0
    5.5
    6.0
    6.5
    7.0
    7.5
    8.0
    8.5
    9.0
    1. Extrem trockene Böden
    2. Extrem trockene bis trockene Böden
    3. Trockene Böden
    4. Trockene bis trockene/feuchte Böden
    5. Trockene/feuchte Böden
    6. Trockene/feuchte bis feuchte Böden
    7. Feuchte Böden
    8. Feuchte bis nasse Böden
    9. Nasse Böden

    In Landschaften anzuwenden

    0 = nicht ausgefüllt, 1 = ungeeignet, 5 = sehr geeignet
    Landschaft Eignung
    Waldgarten
    Hecke
    Gebüsch
    Wald
    Futterhecke
    Hintergarten
    Kleiner Hintergarten
    Solitärbaum
    Gehölzstreifen

    Kulturhistorischer Wert

    0 = nicht ausgefüllt, 1 = niedrig, 9 = hoch

    Insekten

    Wie viele Insekten leben typischerweise auf diesem Baum/Pflanze? 88
    Welche Insektengruppen leben auf diesem Baum/Pflanze?
    Schmetterlinge
    Mücken
    Gibt es Insekten, die von dieser Art abhängig sind? Nein
    Welche Insektenarten sind von diesem Baum/Pflanze abhängig?
    Populierenurntjesgalmug
    Trilgalmug
    Grosser Schillerfalter
    Kleiner Schillerfalter
    Grosser Eisvogel

    Vögel

    Durchschnittliche Anzahl von Vögeln pro Baum/Pflanze?
    Welche Vogelgruppen leben auf diesem Baum/Pflanze?
    Spechte

    Säugetiere

    Durchschnittliche Anzahl von Säugetieren pro Baum/Pflanze?
    Welche Säugetiergruppen leben auf diesem Baum/Pflanze?
    Bevers
    Gibt es Säugetiere, die von dieser Art abhängig sind? Nein
    Welche Säugetierarten sind von diesem Baum/Pflanze abhängig?

    Blütezeit

    Sommer März bis zu April

    Baumarten

    Baumarten, mit denen dieser Baum gerne wächst

    Für Säugetiere geeignet?

    giftig, 1 = ungeeignet, 5 = sehr geeignet
    Säugetier Eignung
    Europäische Dachse
    Eichhörnchen
    Frettchen
    Ziege
    Pflanzenfressende Nagetiere
    Hirsch
    Hund
    Katze
    Haushuhn
    Kuh
    Mensch
    Maus
    Pferd
    Reh
    Schaf
    Schwein
    Füchse
    Wildschwein
    Bieber

    Erläuterung

    Erklärung

    Essbarkeit

    • Giftig: Dieser Baum oder Strauch ist giftig für Säugetiere und absolut ungeeignet zum Verzehr.
    1. Sehr ungeeignet: Dieser Baum oder Strauch ist ungeeignet für den Verzehr durch Säugetiere und kann schädlich sein.
    2. Ungeeignet: Dieser Baum oder Strauch ist im Allgemeinen ungeeignet für den Verzehr durch Säugetiere und kann nachteilige Auswirkungen haben.
    3. Mäßig geeignet: Dieser Baum oder Strauch ist mäßig geeignet als Nahrung für Säugetiere, möglicherweise mit bestimmten Risiken oder Einschränkungen.
    4. Geeignet: Dieser Baum oder Strauch ist im Allgemeinen geeignet als Nahrung für Säugetiere, mit geringen bis keinen Risiken.
    5. Sehr geeignet: Dieser Baum oder Strauch ist sehr geeignet als Nahrung für Säugetiere, sicher und von hoher Nährwert.


    Stammeshöhe

    Durchschnittliche Stammeshöhe (hg) des mittleren Basalbereichbaums

    von - bis, in ganzen Metern, Durchschnitt

    Informationen nicht verfügbar

    Stammdurchmesser

    (dg) (1,30m) des mittleren Basalbereichbaums.

    von - bis, in ganzen Zentimetern, Durchschnitt

    Informationen nicht verfügbar

    Oberirdische Biomasse

    in ganzen kg

    Informationen nicht verfügbar

    Unterirdische Biomasse

    in ganzen kg

    Informationen nicht verfügbar

    Stoffbinder

    Welche Stoffe können gebunden oder aufgenommen werden?
    CO2
    Fijnstof

    Kohlenstoffanziehung (kf)

    (dg) (1,30m) des mittleren Basalbereichbaums Laubbäume (Kf = 0,48)

    Erwärmungsresistenz

    Dieser Baum ist gut resistent gegen die Erwärmung (plus 3 Grad) unseres Klimas und passt in die Zukunft unseres Klimas (hitze- und dürrebeständig). Ja
    CO2
    Fijnstof

    CO2

    0. nicht ausgefüllt
    1. keine Speicherung
    2. geringe Speicherung
    3. mäßige Speicherung
    4. viel Speicherung
    5. sehr viel Speicherung

    Feinstaub

    0. nicht ausgefüllt
    1. keine Auffangkapazität
    2. geringe Auffangkapazität
    3. mäßige Auffangkapazität
    4. große Auffangkapazität
    5. sehr große Auffangkapazität

    So sieht ein erwachsener Baum Zitterpappel aus

    Baumrinde der Espe
    Espe oder Zitterpappel
    Espe im Winter

    So sieht ein Zitterpappel in Blüte aus

    Blüte der Espe

    So sieht die Knospe eines Zitterpappel aus

    Knospen der Espe

    So sieht das Blatt eines Zitterpappel aus

    Blatt der Espe