Allgemeine Merkmale eines Robinie
Die Gewöhnliche Robinie, auch als Falsche Akazie bekannt, ist ein Pionierbaum. Anfangs wächst der Baum stark und bildet lange Äste. Das Holz ist sehr hart und wird daher kaum beschädigt oder fault. Die ausgewachsene Krone ist sehr fein und unregelmäßig verzweigt. Die Blätter sind wechselständig angeordnet. Während der Blüte bilden sich Trauben, die Blüten sind weiß, lila oder rosa und haben einen starken Duft. Nach der Blüte entstehen große Schoten am Baum. Alle Teile des Baumes sind giftig und für Pferde sogar tödlich. An den Ästen befinden sich Dornen.
Merkmale
Wie pflanzt man einen Robinie
Das Pflanzen wird wegen des invasiven Charakters der Art nicht empfohlen. „Diese Falsche Akazie ist eine Pionierart und in trockenen und sonnigen Umgebungen sehr konkurrenzfähig. In diesen Umgebungen findet man oft Lebensräume von großer ökologischer Bedeutung, wie Felsabhänge, kalkhaltige oder sandige Wiesen oder Wälder mit trockenen Sträuchern. Unter diesen Bedingungen wächst die Art schnell und bildet durch Ausläufer dichte Populationen. Als Schmetterlingsblütler reichert sie den Boden mit Stickstoff an, wodurch sich die Bodeneigenschaften und die botanische Zusammensetzung trockener Umgebungen verändern. Gerade in diesen Umgebungen ist ein geringer Nährstoffgehalt eine Voraussetzung für den Erhalt dieser Lebensräume. In Frankreich und Deutschland wurden bereits wichtige Veränderungen in diesen Lebensräumen durch die Kolonisierung der Falschen Akazie festgestellt. Diese Art gilt bereits in mehreren europäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Ungarn) als invasiv. Das Pflanzen entlang von Wegen trägt mit Sicherheit zur Ausbreitung der Falschen Akazie in der Natur bei.“ (AlterIAS-Projekt)
Empfehlungen AlterIAS-Projekt:
Vermeiden Sie das Pflanzen dieser Art in der Nähe von trockenen, felsigen Umgebungen, insbesondere in der Nähe von Schutzgebieten (Naturschutzgebiete, Natura-2000-Gebiete, etc.).
Verwenden Sie beim Pflanzen eine Rhizomsperre, um das seitliche Wachstum zu begrenzen.
Hierzu gibt es jedoch eine Diskussion. Die Akazie wird in der Land- und Forstwirtschaft genutzt, da sie eine nachhaltige Quelle für Hartholz ist oder als Stickstofffixierer in Permakultur-Wäldern (auch als „Waldgarten“ bekannt) dient. Es gibt (allgemeine) Hinweise, dass invasive Ausbrüche in Permakultur-Wäldern begrenzt sind. Wenn Sie dennoch mit dieser Art arbeiten, informieren Sie sich gut bei den jeweiligen Experten wie der Stiftung Voedselbosbouw oder Agroforestry Nederland.
Beim Pflanzen eines Sämlings die Wurzeln mindestens 10 cm tief in die Erde stecken und mit Erde bedecken. Die beste Zeit ist im Herbst oder Frühjahr.
Wie erntet man einen Robinie
Manchmal können Sämlinge geerntet werden. Neben Sämlingen hat der Baum auch einen starken Wurzelschlag.
Pflege und Schnitt deines Robinie
Der Baum produziert Wurzelausschlag, der regelmäßig entfernt werden kann. Er ist ein Schnellwachser und kann daher schnell zu groß werden. Es wird daher empfohlen, den Baum gelegentlich leicht zu beschneiden, um ihn in Form zu halten, am besten im November oder Ende März (aber nicht bei Frost!). Auch das Entfernen von toten Ästen wird empfohlen.
Wo wächst ein Robinie
Die Akazie ist ein geeigneter Baum für trockene und arme Böden und verträgt auch verdichteten Untergrund. Sie ist keine Art für reiche oder nasse Böden. Wenn die falsche Akazie auf einem zu nährstoffreichen Boden steht, wächst der Baum zu schnell, wodurch er sehr spröde wird und anfällig für Astbruch ist. Zudem verzögert sich dann die Aushärtung im Herbst, was besonders in der Baumschulphase zu großen Ausfällen im Winter führen kann. Nasse Standorte oder ein schwankender Grundwasserspiegel, bei dem die Wurzeln im Wasser stehen, erhöhen die Gefahr von Wurzelfäule und sind daher für diese Bäume tödlich.
Allgemein
| Ursprung |
Fremd
Invasiv
|
| Baumtyp | Sonstige |
Länge und Alter
| Länge in etwa 10 Jahren | bis zu 20 Meter |
| Fortpflanzungsreife in wie vielen Jahren | 20 bis zu 200 Jahr |
| Maximales Alter | bis zu 60 Jahr |
| Benötigter Platz | 10 bis zu 15m2 |
| Wachstumsrate |
Vermehrung
| Baum ist selbstbestäubend | Ja |
| Vermehrungsmethode |
Bildet Schösslinge
Stecklingsvermehrung (Steckling 5–50 cm)
Bildet Sämlinge
|
| Fortpflanzungsgeschwindigkeit |
|
Fortpflanzungsgeschwindigkeit
| 1. Sehr niedrige Fortpflanzungsrate. Die Pflanze verbreitet sich kaum, hat wenige Samen oder vegetative Verbreitung (z.B. Bäume mit schweren Samen). |
| 2. Niedrige Fortpflanzungsrate. Verbreitung durch begrenzte Samenproduktion oder spezifische Bedingungen erforderlich |
| 3. Mittlere Fortpflanzungsrate. Regelmäßige Verbreitung, abhängig von Wind, Wasser oder Tieren, mit mäßiger Geschwindigkeit (z.B. Löwenzahn). |
| 4. Hohe Fortpflanzungsrate. Viele Samen und mehrere Verbreitungsstrategien (Wind, Vögel, vegetativ). Kolonisiert schnell offene Flächen |
| 5. Sehr hohe Fortpflanzungsrate. Invasive Arten, die sich explosionsartig über große Entfernungen ausbreiten (z.B. Japanischer Staudenknöterich). |
Schnittperiode
| Dieser Baum ist immergrün | Ja |
| Sommer | Kein Schnitt im Sommer |
| Winter | November tot März |
| Blattformen | Oval |
| Leicht zu schneiden | Nein |
Rindenmerkmale Sämling (50-200cm)
| Lenticellen | Ja |
| Kleur |
Knospenmerkmale Sämling (50-200cm)
| Farbe | |
| Knospenstellung |
Wechselständig
|
| Knospenform |
Oval
|
Sonstiges
| Wurzel |
Breites Wurzelsystem
Flachwurzelnd
|
| Blüte |
Heeft bloemen
|
| Windempfindlichkeit | Windempfindlich |
Krankheiten
| Empfindlich gegenüber den folgenden Krankheiten |
Verticillium-Welke
|
Ernte/Erkennung im Winter
Ein ausgewachsener Baum hat eine tief gefurchte, raue Rinde. Das Astsystem ist unregelmäßig und hat Dornen.
Lichtbedarf des Robinie
Geeignete Bodentypen für den Robinie
| Bodenart | Eignung |
|---|---|
| Lockerer Ton |
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| Dichter Ton |
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| Sand |
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| Torf |
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| Löss |
|
| Moorig auf Sand |
|
| Lockerer Schluff |
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| Dichter Schluff |
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Feuchtigkeit
Geeigneter Säuregrad für den Robinie
Nährstoffbedarf des Robinie
| 1. | Sehr nährstoffarmer Boden |
| 2. | Sehr nährstoffarmer bis nährstoffarmer Boden |
| 3. | Nährstoffarmer Boden |
| 4. | Nährstoffarmer bis mäßig nährstoffreicher Boden |
| 5. | Mäßig nährstoffreicher Boden |
| 6. | Mäßig nährstoffreicher bis nährstoffreicher Boden |
| 7. | Nährstoffreicher Boden |
| 8. | Ausgesprochen nährstoffreicher Boden |
| 9. | Sehr ausgesprochen nährstoffreicher Boden |
Feuchtigkeit
| 1. | Extrem trockene Böden |
| 2. | Extrem trockene bis trockene Böden |
| 3. | Trockene Böden |
| 4. | Trockene bis trockene/feuchte Böden |
| 5. | Trockene/feuchte Böden |
| 6. | Trockene/feuchte bis feuchte Böden |
| 7. | Feuchte Böden |
| 8. | Feuchte bis nasse Böden |
| 9. | Nasse Böden |
In Landschaften anzuwenden
| Landschaft | Eignung |
|---|---|
| Waldgarten |
|
| Hecke |
|
| Gebüsch |
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| Wald |
|
| Futterhecke |
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| Hintergarten |
|
| Kleiner Hintergarten |
|
| Solitärbaum |
|
| Gehölzstreifen |
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Kulturhistorischer Wert
Insekten
| Wie viele Insekten leben typischerweise auf diesem Baum/Pflanze? | 2 |
| Welche Insektengruppen leben auf diesem Baum/Pflanze? |
Bienen
Blattläuse
Hummeln
|
| Gibt es Insekten, die von dieser Art abhängig sind? | Nein |
| Welche Insektenarten sind von diesem Baum/Pflanze abhängig? |
Vliegend hert
|
Vögel
| Durchschnittliche Anzahl von Vögeln pro Baum/Pflanze? | |
| Welche Vogelgruppen leben auf diesem Baum/Pflanze? |
|
Säugetiere
| Durchschnittliche Anzahl von Säugetieren pro Baum/Pflanze? | |
| Welche Säugetiergruppen leben auf diesem Baum/Pflanze? |
Eekhoorns
|
| Gibt es Säugetiere, die von dieser Art abhängig sind? | Nein |
| Welche Säugetierarten sind von diesem Baum/Pflanze abhängig? |
Blütezeit
| Sommer | Mai bis zu Juli |
Baumarten
| Baumarten, mit denen dieser Baum gerne wächst |
|
Für Säugetiere geeignet?
| Säugetier | Eignung |
|---|---|
| Bieber |
|
| Europäische Dachse |
|
| Eichhörnchen |
|
| Frettchen |
|
| Ziege |
|
| Pflanzenfressende Nagetiere |
|
| Hirsch |
|
| Hund |
|
| Katze |
|
| Haushuhn |
|
| Kuh |
|
| Mensch |
|
| Maus |
|
| Pferd |
|
| Reh |
|
| Schaf |
|
| Schwein |
|
| Füchse |
|
| Wildschwein |
|
Erläuterung
Erklärung
Essbarkeit
- Giftig: Dieser Baum oder Strauch ist giftig für Säugetiere und absolut ungeeignet zum Verzehr.
- Sehr ungeeignet: Dieser Baum oder Strauch ist ungeeignet für den Verzehr durch Säugetiere und kann schädlich sein.
- Ungeeignet: Dieser Baum oder Strauch ist im Allgemeinen ungeeignet für den Verzehr durch Säugetiere und kann nachteilige Auswirkungen haben.
- Mäßig geeignet: Dieser Baum oder Strauch ist mäßig geeignet als Nahrung für Säugetiere, möglicherweise mit bestimmten Risiken oder Einschränkungen.
- Geeignet: Dieser Baum oder Strauch ist im Allgemeinen geeignet als Nahrung für Säugetiere, mit geringen bis keinen Risiken.
- Sehr geeignet: Dieser Baum oder Strauch ist sehr geeignet als Nahrung für Säugetiere, sicher und von hoher Nährwert.
Stammeshöhe
Durchschnittliche Stammeshöhe (hg) des mittleren Basalbereichbaums
Informationen nicht verfügbar
Stammdurchmesser
(dg) (1,30m) des mittleren Basalbereichbaums.
Informationen nicht verfügbar
Oberirdische Biomasse
in ganzen kgInformationen nicht verfügbar
Unterirdische Biomasse
in ganzen kgInformationen nicht verfügbar
Stoffbinder
| Welche Stoffe können gebunden oder aufgenommen werden? |
CO2
Fijnstof
|
Kohlenstoffanziehung (kf)
| (dg) (1,30m) des mittleren Basalbereichbaums | Laubbäume (Kf = 0,48) |
Erwärmungsresistenz
| Dieser Baum ist gut resistent gegen die Erwärmung (plus 3 Grad) unseres Klimas und passt in die Zukunft unseres Klimas (hitze- und dürrebeständig). | Ja |
CO2
| 0. | nicht ausgefüllt |
| 1. | keine Speicherung |
| 2. | geringe Speicherung |
| 3. | mäßige Speicherung |
| 4. | viel Speicherung |
| 5. | sehr viel Speicherung |
Feinstaub
| 0. | nicht ausgefüllt |
| 1. | keine Auffangkapazität |
| 2. | geringe Auffangkapazität |
| 3. | mäßige Auffangkapazität |
| 4. | große Auffangkapazität |
| 5. | sehr große Auffangkapazität |
So sieht ein erwachsener Baum Robinie aus
So sieht ein Robinie in Blüte aus
So sieht die Knospe eines Robinie aus
So sieht das Blatt eines Robinie aus